Vom Ei zum Jungfisch
Engagierte Vereinsmitglieder zogen die etwa zwei Zentimeter langen Jungfische im Bruthaus auf. Bereits Ende des vergangenen Jahres gewannen sie zu diesem Zweck von Elterntieren Eier und Samen und befruchteten die Eier anschließend künstlich. Viel Arbeit und Sorgfalt waren seitdem nötig, damit aus befruchteten Eiern gesunde, muntere kleine Bachforellen heranwachsen. Die Jungfische, die wir heute in die Freiheit entlassen, sind nur ein kleiner Teil des Erfolges all der Mühen: In Rinnen und Becken wachsen weitere Forellen heran, die zu einem späteren Zeitpunkt und an anderen Bächen ausgesetzt werden.
Ein neues Zuhause für Mini-Forellen
Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl suchen wir in der Leutra Stellen, die geeignet sind, um die Fischchen dort auszusetzen. Unter anderem darf die Strömung nicht zu stark sein, sonst trägt sie das Wasser fort. Schließlich entdecken wir Stellen, die in unseren Augen den Mini-Forellen ein neues Zuhause bieten. Wir lassen die empfindlichen Jungfische behutsam ins Wasser gleiten. Unsere guten Wünsche begleiten sie und wir drücken die Daumen, dass sie ungestört heranwachsen.
Kalte Finger für den Naturschutz
Am Ende sind wir müde und durchgefroren – aber zufrieden. Denn diese Arbeit lohnt sich: Wir trugen unseren kleinen Teil dazu bei, die Bachforelle zu erhalten. Und als Vater freut es mich, dass ich meine Kinder begeistern konnte, sich für den Naturschutz zu engagieren.
Wer weiß, vielleicht begegnen wir der einen oder anderen Forelle in ein paar Jahren wieder, wenn sie groß und kräftig durch die Leutra zieht.